Das Schöne an dem Buch ist, dass der Autor an vielen Stellen eine klare persönliche Position bezieht, nicht ohne vorher, soweit der Platz es zulässt, andere Meinungen darzustellen. So enthält das Buch ein klares Bekenntnis zu den Prinzipien der Marktwirtschaft. Auch seine Erkenntnis, dass die Weltfinanzkrise in erster Linie eine Folge schlechter Politik ist und nicht einer anonymen Masse von Bankern und Finanzmanagern in die Schuhe geschoben werden kann, ist bemerkenswert. Kurz: Ein Buch, das der Laie wie der Fachmann mit Gewinn lesen kann.
Mit der Krise leben lernen (Buch gebunden)
Linde Verlag
2009
17.02.2009
272 Seiten
Buch gebunden
ISBN: 9783709302606
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Das hier vorliegende Buch [...] ist eine Art Nischenprodukt in der Menge der Krisenliteratur. Der Politikwissenschafter Frey [...] hat die persönliche Welt vieler Leser stärker berücksichtigt als andere Autoren. Das Buch ist zu einem guten Teil "serviceorientiert", wie es auch schon im Untertitel "Finanzpolitik und Geldanlage in stürmischen Zeiten" zum Ausdruck kommt. Eingehend wird dieses Thema im letzten, im siebten Kapitel besprochen. [...] Die ersten fünf Kapitel dienen sozusagen der Vorbereitung, sind aber keineswegs trocken, sondern durch das Aufarbeiten vieler spektakulärer Ereignisse auch unterhaltsam gestaltet. Es werden Fälle verhängnisvoller Regulierungen und Spielregeln in der Wirtschaft, Beispiele von Firmenzusammenbrüchen, politischen Interventionen und eine ganze Reihe berühmter früherer Krisen so dargestellt, dass sie sich wie eine Abfolge von "Geschichten" lesen.
Wie konnte es überhaupt zu dem letzten Börsencrash kommen? Eine Frage, die sich nicht nur viele Sparer stellen. Der Wirtschaftspublizist Eric Frey versucht, in dem Buch "Mit der Krise leben lernen" diese Frage zu beantworten. Und zwar anhand etlicher anderer Krisen, die es schon gegeben hat. Das Verhalten der Menschen ist stets gleich geblieben, auch wenn sich die Faktoren geändert hatten: Gier und Angst bestimmen die Kurse. Von der Weltwirtschaftskrise bis heute . . . Gut gelungen an dem Buch ist, wie diese Phänomene erklärt werden, das ist informativ, anschaulich und auch für Laien gut verständlich. Die Kritik an den Praktiken mancher Banken gibt dem Werk eine bestimmte "Würze". Auch die Kritik an den Rating-Agenturen und an den US-Aufsichtsbehörden ist berechtigt.
Wie konnte es so weit kommen? Das fragen angesichts der Wirtschaftskrise viele Menschen. "Standard"-Journalist Eric Frey hat sich die Frage auch gestellt und sie in seinem jüngsten Buch detailliert beantwortet. Nüchtern deckt er Fehler auf, die Staat und Markt gemacht haben, und zeigt, wie die Welt danach aussehen könnte. Frey hütet sich vor Prognosen, sondern liefert Skizzen, was zu tun wäre. Professionelles Misstrauen, dass einiges nicht kommen wird, mischt sich mit der Hoffnung auf Einsicht bei den Handelnden. Lesenswert.
In seinem Buch sucht der promovierte Politikwissenschaftler und Finanzjournalist nach Ursachen, zeichnet den Krisenverlauf nach und gibt Tipps zum optimalen Umgang mit der Finanzkrise. Mithilfe psychologischer Modelle und historischer Beobachtungen versucht der Autor zu erklären, warum die Menschen - sowohl Anleger als auch Politiker - kaum etwas aus ähnlichen Krisen gelernt haben.
Ein spannendes Buch mit volkswirtschaftlichen Betrachtungen und wissenschaftlichen Bezügen, informativ und trotz der thematischen Schwergewichte leicht verständlich geschrieben. Eine gelungene Aufarbeitung der aktuellen Krise und ihrer historischen Wurzeln.
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